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Flogging Molly Frontmann Dave Kings Gesangsstil orientiert sich zu der Zeit stark am Gesang von Robert Plant. Das bringt ihm
nicht ganz zu Unrecht den Vorwurf ein, lediglich zu imitieren, anstatt ein eigenes gesangliches Profil heraus zu arbeiten.
Jedenfalls erntet er mit dem poppigen Hardrock von Fastway zusammen mit seinen Kollegen erste Chartslorbeeren. Vier Jahre
bleibt er der Formation treu, aber nach dem Soundtrack-Beitrag zum Horrorfilm "Trick Or Treat" ist Schluss. Kurz danach zerstreut
sich die Band in alle Winde.
David verschlägt es nach Los Angeles, genauer gesagt nach Hollywood, wo er nur mit Akustik-Gitarre bewaffnet in Bars und Clubs
spielt. Der Laden, in dem er ständig einkehrt, hört auf den Namen Molly Malone's und befindet sich in der 575 South Fairfax
Avenue. Neben saufen und Rugby ist Musik die dritte große Leidenschaft der Iren. Folgerichtig also, dass sich 1997 um King
eine Combo bildet, die das Malone's bei Live-Auftritten ordentlich aufmischt, für gute Laune - und wichtig für die Besitzer
- reißenden Guinness-Absatz sorgt. Nicht selten gerät ein Konzert der Band aus den Fugen, und das irische Temperament bricht
sich seine Bahn. Da gibts dann schon einmal eins auf die Mütze, flogging eben. Und genau daher hat die Band auch ihren Namen,
Flogging Molly. Die Mucke der Band ist stark von irischen Heroen wie den Pogues und den Dubliners inspiriert. Tradition meets
Moderne sozusagen. Wobei bei Flogging Molly das Punk-Element eine noch viel tragendere Rolle spielt als bei den Pogues. Das
erste Album, dass unter dem Label Flogging Molly erscheint, ist ein Live-Album. Ein ungewöhnlicher Schritt zwar, aber mit
dem erwähnten Background mehr als verständlich. Aufgenommen 1997 im heimischen Molly Malone's klingt die Platte kantig und
ungeschliffen, und genau das macht auch ihren Charme aus. Die Besetzung, die die Scheibe einspielt, besteht zu der Zeit aus
King am Mikrofon und akustischer Klampfe, der Violinistin Bridget Regan, Tedd Hutt (Gitarre), Jeff Peters (Bass), George Schwindt
(Schlagzeug) und Toby McCallum an der Mandoline. Mittlerweile ersetzt der charismatische Nathen Maxwell Jeff Peters am Bass,
Bob Schmidt Toby McCallum am Mandolinchen, John Donovan kommt für Tedd Hutt ins Boot. Georges Bruder Guy hilft an der Trompete
aus, und ein weiteres Instrument, das Akkordeon, kommt mit Matt Hensley zum Line Up hinzu.
Große Besetzungswechsel bringt die Aufnahmen zum nächsten Lonplayer "Drunken Lullabies" nicht mehr mit sich, lediglich Guy
ist nicht mehr als festes Bandmitglied mit dabei. Die Grundsubstanz des Flogging Molly-Sounds ändert sich auch 2002 nicht
gravierend. Ihr zweites Studio-Album steigt sogar auf Platz 157 in den US Billboard-Charts ein. Nicht schlecht für eine Band
ohne großen Deal im Rücken. Auch in Deutschland werden immer mehr Menschen auf die Band aufmerksam, spätestens seit dem 2004er
Album "Within A Mile Of Home" sind sie nicht mehr der unbekannte Geheimtipp wie noch vor wenigen Jahren.
Im Sommer 2006 bringen sie folgerichtig ein Schmuckstück für ihre hierzulande wachsende Anhängerschaft auf den Markt: "Whiskey
On A Sunday", eine CD mit den größten Songs, die Hälfte live, die andere Hälfte akustisch eingespielt. Auch ein neues Lied
("Laura") ist zu hören, dazu gibt's eine DVD mit vielen Geschichten und bewegten Bildern rund um die Band. 2008 folgt mit
"Float" ein weiteres Studioalbum. Mitte März dieses Jahres erschien mit live At The Greek Theater ein weiteres
Livealbum.